Freitag, 19. März 2010

Die BESTEN COMICVERFILMUNGEN ALLER ZEITEN!

3. Sin City
Es ist von solch großer Präsenz, dass die bloße Erwähnung dessen fast überflüssig erscheint: Sin City ist die Comicverfilmung, in der die größten Lichter Hollywoods aufeinander treffen! Mal ehrlich, wen haben wir denn nicht bestaunen können in diesem düsteren Leinwandspektakel, bei dem selbst der derzeit wohl populärste aller Filmemacher - Quentin Tarantino - als Gastregisseur seine Finger mit im Spiel hatte? Die Bandbreite der Schauspieler reicht von der puren Weltelite (Bruce Willis, Michael Clarke Duncan, Clive Owen, Mickey Rourke) bishin zum drögen Trash, den uns Hollywood schon seit Jahren als Gourmetgang verkaufen möchte (Jessica Alba, Elijah Wood), sowie natürlich die üblichen Tarantino-Verdächtigen (Michael Madsen, wieder Bruce Willis).
In Sin City spielen sich auf gleichnamigem Schauplatz, der Stadt der Sünde, ingesamt 4 Handlungsstränge ab, die zunächst keinen Zusammenhang erahnen lassen. Jede einzelne dieser Geschichten erzählt von den meistgeleugneten und gern vermiedenen Verwerflichkeiten des modernen Alltags, in Sin City brennt eben nichts an. Prostitution, Pädophilie, Mord. Perversion, Kannibalismus, Rache. Dieser Film vereint auf erstaunliche Art und Weise die Geniestreiche, die aus der Feder Frank Miller's ensprangen und macht sie endlich für ein weitaus breitgefächerteres Publikum des Mainstreams zugänglich. Wer neben schockierend guten Stories und Bestbesetzung noch mehr verlangt, wird Gefallen finden an der Film-Noir-ähnlichen Umsetzung und der ganz eigenen Melancholie des Filmes.

Ein Muss für jeden Fan der Comic-Reihe, eine Empfehlung an jeden Filmbegeisterten - und ein ehrenhafter 3. Platz!

Donnerstag, 18. März 2010

DiE BESTEN COMICVERFILMUNGEN ALLER ZEITEN!

4. Iron Man
2008 war es so weit und der Mann mit dem eisernen Kampfanzug erschien endlich auf den internationalen Leinwänden. Meine persönlichen Erwartungen hätten kaum größer sein können. Von klein auf hing ich an Spiderman, einer seiner treusten Gefährten ist da natürlich nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Tony Stark, interpretiert von Robert Downey Junior, der derzeit als Sherlock Holmes auf die feine englische Art das Böse bekämpft, ist Protagonist in einer sehr ausgetüftelten Geschichte, in der es von Intrigen und Verleumdungen nur so wimmelt. Statt Drogen anzubauen wie in A Scanner Darkly spielt Robert Downey Junior den Chef des größten amerikanischen Rüstungskonzerns, Tony Stark. Bei einer Präsentation in Afghanistan wird dieser von der Terroreinheit Die 10 Ringe entführt und erpresst, seine neusten Forschungsergebnisse zu nutzen und sie beim Bau von Massenver-nichtungswaffen zu unterstützen. Trotz feindlicher Gefangenschaft entwickelt Stark unbemerkt einen Kampfanzug mit dessen Hilfe ihm letztendlich die Flucht gelingt. Erkennend, wie groß die Gefahr ist, dass die von ihm entwickelten Waffen in die falschen Hände geraten, reist er zurück in die USA, um seine Firmenarbeit einzustellen. Doch als er dort auf den Widerstand seines machtbesessenen Geschäftspartners Obdiah Stane (Jess Bridges) trifft, beschließt er, mit verbessertem Kampfanzug und unter dem Pseudonym Iron Man gegen das interne Netz aus Lügen und Verrat vorzugehen und sich nicht zuletzt dem Kampf gegen die firmeneigene Technologie zu stellen.

Iron Man überzeugte in der selben Kategorie, wie es bereits im Graphic Novel der Fall war: Tony Stark. Der exzentrische Multimilliadär mit leichtem Hang zum Alkoholimus macht Lust auf mehr. Ein Glück, dass die Schauspieler bereits für zwei weitere Fortsetzungen unterzeichnet haben und Iron Man 2 aller Voraussicht nach ab dem 6. Mai in deutschen Kinos zu sehen sein wird. Neu dabei: Scarlett Johansson und Mickey Rourke, interessante Kombination, die es so auch noch nicht gegeben hat. (Eventuell sogar ein Anwärter auf das Remake von The Beauty and the Beast? )

Für so viel stahlharte Action gibt es jedenfalls den hochverdienten 4. Platz!

Mittwoch, 17. März 2010

DIE BESTEN COMICVERFILMUNGEN ALLER ZEITEN!

5. The Punisher
Na klar, oberflächlich betrachtet ist die Punisher-Reihe, wie der Titel de facto bereits vermuten lässt, eines dieser Macho-Dinger. Aber mal ehrlich, wer steht denn bitte nicht darauf? Die Story an sich ist relativ schnell erzählt:
Frank Castle (Thomas Jane) ist verdeckter Ermittler beim Drogendezernat, der, seiner Familie halber, seinen Dienst quittieren möchte, um sich im ruhigeren London dem weniger gefährlichen Bürodienst zu widmen. Bei seinem Abschlussfall erschießt er im Affekt ungünstigerweise Bobby Saint, den Sohn des hiesigen Mafiabosses Howard Saint (John Travolta). Dieser widerrum lässt kurzerhand seine Kontakte spielen und Frank's gesamte Familie auslöschen. In der Annahme den "Mörder" seines Sohnes aus dem Weg geräumt zu haben, badet Saint in Genugtuung, während der seines Lebens beraubte Frank bereits Rachepläne schmiedet. Der Punisher ist geboren...

Die 2004 unter der Regie Jonathan Hensleighs erschienene Verfilmung des Marvel Erfolges hat alles, was ein guter Revenge-Streifen braucht: einen gefallenen Anti-Helden, Waffen, Explosionen und nicht zuletzt John Travolta, der wie so oft in bestechender Form ist.
Kein Film für Kinder, ein Comic für Erwachsene. Damit erfüllt die Verfilmung von The Punisher genau den Anspruch, den sie erfüllen möchte und angelt sich einen verdienten 5. Platz im Ranking der besten Comicverfilmungen aller Zeiten.

Montag, 15. März 2010

AUSGEKRAMT DER WOCHE - The 11th Hour

Lieber Leser,
wie du vielleicht weißt, gibt es so gewisse Dinge, die man schon seit einiger Zeit vor sich her schiebt und es somit immer und immer wieder versäumt diese von seiner ganz persönlichen to-do-Liste zu streichen. Ist es nach einigen Monaten oder Jahren endlich passiert, fasst man sich an den Kopf und bereut es, so lange damit gewartet zu haben. Nachdem ich diese Erfahrung das erste Mal in Bezug auf die geriffelten Paprikachips von Kaufland machen durfte (übrigens sehr zu empfehlen!), geschah es heute erneut: Ich konnte mich nach jahrelangem Hin-und Her und diversen anderen Klimafilmchen in der Videothek meines Vertrauens endlich dazu durchringen, zu Leonardo Di Caprio's The 11th Hour zu greifen.

Wenn ich wirklich ehrlich bin, habe ich mir nicht großartige Hoffnungen auf einen guten Film gemacht. Seien wir einmal ehrlich, die Fakten sprechen eine klare Sprache: Leonardo Di Caprio als Aushängeschild? Vielleicht eine nette Galleonsfigur am Bug der Titanic, aber niemand, den man allen Ernstes ins Rennen um das Retten unseres geliebten Planeten schicken sollte. Außerdem wurde der Film 2007 gedreht, zu einem Zeitpunkt, als von offizieller Seite eigentlich niemand mehr überzeugt werden musste, dass der Klimawandel wirklich anthropogene Ursachen hat. Oberflächlich betrachtet erscheint dieser Film also vielmehr als Marktidee, als ginge es einzig und allein darum, auf den von Al Gore und Konsorten ins Fahren gebrachten Zug aufzuspringen und vom Klima-Hype zu profitieren. Nun gut, wenn ich ehrlich bin, hatte ich nicht nur keine großen Hoffnungen, es war vielmehr als würde ich zum 2. Mal Fantastic Four einlegen und mich im Vorraus dafür ohrfeigen mit einem derart miserablen Film das Innere meines DVDPlayers zu beleidigen.

Es sollte anders kommen. Der Film hatte alles, was auch ein Al Gore Film zu bieten hatte. Zunächst einige Worte zu dem im Vorfeld so von mir geschändeten Leo Di Caprio. Sei es, weil er kein schlechter Schauspieler ist, wenngleich er 2001 bekanntlich für die Goldene Himbeere nominert war, oder aus einem anderen Grund; aber der damals 33-jährige wirkt in The 11th Hour wirklich, als wisse er, was er dort tut und warum. Ich versetzte mich in die Rolle eines egoistischen, uninteressierten, nebenbei die Sportzeitung lesenden alten Mannes, und selbst unter kritischster Beäugung konnte Leo mich der Klima-Thematik ein Stück näher bringen. Hut ab also dazu!

Abgesehen vom guten alten Di Caprio ging der Film sehr viel weiter als das übliche Faktendropping. Zwar wurde auch in diesem Film hier und da mit einigen Gradzahlen jongliert und mit Bildern von unterernährten afrikanischen Jugendlichen ein Unbehagen erzeugt, doch hatte der Film auch etwas, was ich bei An Inconvienient Truth vermisst habe: Er verkaufte das Umdenken und den sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten nicht als Hemmnis, das es zu überwinden gilt, nicht als Bürde, die uns auferlegt wird. Vielmehr waren die zu Wort gekommenen Klimaforscher, Ökologen und Ökonomen, Physiker und Psychologen einer Meinung, dass ein generelles Umschalten nicht nur unsere Technologie und Politik betreffe, sondern vor allem unsere Kultur, unsere Selbstwahrnehmung und unser Verständnis von Leben.
Es mag sehr komisch klingen, aber gerade ab der zweiten Hälfte wechselte der Film auf eine sehr spirituelle Schiene und stellte so grundlegende Dinge in Frage, dass mir persönlich der Mund vom Durst nach mehr trocken wurde. Ein Grund dafür war sicherlich der auf die Kehrseiten des Kapitalismus gelenkte Fokus. Im Kontrast zu den schier unzähligen Lösungsansätzen, um dem Klimawandel zum einen, und der generellen Schädigung unseres Planeten zum anderen entgegen zu wirken, wurde das Augenmerk auf die Hemmungen unseres Gesellschafts- und Regierungssystems gelegt. Besonders die Öl-Lobby bekam ganz gehörig ihr Fett weck und selbst die üblichen Verdächtigen wie George W. mussten dran glauben, ohne dass es im Stile von Michael Moore für Augenrollen gesorgt hätte.

Insgesamt steht dieser Streifen also seinen Vorgängern in rein gar nichts nach. Er beschränkt sich auf den Anspruch, motivierend und wachrüttelnd zu sein, und diese Art von Emotionen gehören erst einmal geweckt! Natürlich ist The 11th Hour kein Dokumentarfilm, dafür werden zu viele Teilgebiete der Ozeanographie oder der Klimatoligie einfach zu beiläufig erwähnt. Nimmt man ihn für das, was er ist, verdient er Lob und Respekt und definitv nicht, im Schatten von Al Gore unbemerkt zu bleiben. Denn nicht zu letzt kommt Regiesseurin Nadia Conners mit etwas mehr an, als einem müden "Plant a tree" am Ende einer Unbequemen Wahrheit.

Donnerstag, 11. März 2010

THEORIE 0004 - Die Münze entscheidet

Wann immer eine emotionale Entscheidung bevorsteht, die ironischerweise aber simpel mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden kann, sollte man die Münze entscheiden lassen. Das klingt jetzt absurd und schlichtweg abwegig, es ist aber indirekt die genau richtige Methode. Dabei spielt in erster Linie gar nicht das Ergebnis des Münzwurfes an sich eine Rolle, sondern vielmehr welche Reaktion dieses Ergebnis in der unentschlossenen Person provoziert.
"Soll ich wirklich zurückrufen, ein Teil von mir sagt ja, ein anderen nein." Im Augenblick nach dem Münzwurf werden alle Vorgänge des Gehirns abgeschaltet, die den Unschlüssigen von der für ihn richtigen Entscheidung fern halten. Die mögliche Enttäuschung oder Freude über das Resultat der Münzentscheidung verrät in diesem Fall, was wirklich gewollt wird, indem es alle Hemmnisse und meinungsverfälschende Bürden für einen Moment vergessen macht und den "freien" Menschen an die Oberfläche lässt.

THEORIE 0003 - Das Date-Offensiven-Dilemma

Bei einer Date-Offensive, auch heiße Datingphase genannt, bei der eine Vielzahl an pseudoplatonischen Treffen x innerhalb eines kurzen Zeitraumes t dicht aufeinander folgen, hat der Erfolg eines einzelnen Treffen - mit Folge verstärkter Zugehörigkeitsgefühle oder ggf. Partnerschaft – keine direkten Auswirkungen auf die noch anstehenden Verabredungen. Diese Regel tritt nur dann nicht in Kraft, wenn mindestens eine der unten genannten Bedingungen erfüllt ist:

a) Das Verhältnis von x zu t (in Wochen) ist geringer als 1. Das heißt, dass bei beispielsweise 3 Dates in den kommenden 4 Wochen (3:4= 0,75) diese Theorie nichtens ist.

b) Die erfolgreich gedatetete Person y wird nach eigener Einschätzung und nach der Einschätzung mindestens zwei weiterer Freunde einstimmig als bedeutend attraktiver, smarter und interessanter befunden.

Die betroffenen Verabredungen werden, sofern keiner der beiden Fälle vorliegt, wahrgenommen, mit der Absicht, die eigene Gefühlslage beim Treffen weiterer Frauen zu erkunden und möglicherweise aufkommende Schuldgefühle oder Hemmungen in Bezug auf die erfolgreiche Verabredung zu deuten. Sollten diese oder ähnliche Symptome bereits bei einem weiteren Date aufgetreten sein, dürfen in Ausnahmefällen mittels freundschaflichen Gutachtens hypothetische Folgedates abgesagt werden.

Mittwoch, 10. März 2010

THEORIE 0002 - Der Ja/Nein - Reflex

Eine Frau hat bei der Sichtung eines Mannes ihren Alters bereits binnen weniger Sekunden die erste Ja/Nein-Frage über selbigen beantwortet. Dabei hängt es von unterschiedlichen Faktoren ab, ob sie auf die Frage einer möglichen ewigwährenden Beziehung, einer einzigen Nacht, oder einer engen Freundschaft ihr Vor-Urteil fällt. Besondere Bedeutung wird in diesem Zusammenenhang a) dem Ort und b) den Rahmenbedingungen zu Teil, die in ihrer Diversität (Disco, Arbeit, Kiosk um die Ecke / Tag - Nacht, Sonne - Regen) sogar noch c), den Gemütszustand der Frau, übertreffen, dessen Wichtigkeit allerdings ebensowenig zu verleugnen ist.
Im Laufe eines interessanten, nicht auf Smalltalk basierenden Gesprächs kann eine Ja/Nein-Frage erneut aufgerollt und genauso mit der konträren Antwort im Kopf der Frau versehen werden.

Das Aufkommen der Ja/Nein-Frage binnen der ersten Augenblicke des Kennenlernens ist unumgänglich, wenn zum großen Teil auch unbewusst.